Ein ausziehbarer Erker ist der Traum von vielen Wagenbesitzern, da man aus den maximalen Außenmaßen so noch mehr aus der Grundfläche rausholen kann. Und nicht nur das, auch das Raumgefühl verändert sich drastisch. Aus den geschlauchten, langen Räumen in einem Wagen wird so mit wenigen Handgriffen ein aufgelockerter Grundriss der ganz neue Möglichkeiten bietet. Es gibt seitlich oder stirnseitig ausfahrbarer Erker, außerdem Dächer die angehoben werden. Wir haben bisher nur seitlich ausfahrbare Erker gebaut, aber das Konzept lässt sich auch auf den stirnseitig ausfahrbarer anwenden.



Der Nutzen eines Erkers variiert, Ziel ist entweder die Erweiterung der Grundfläche, die Raumtrennung oder die Abgrenzung verschiedener Bereiche wie die Nasszelle vom Rest des Wagens.Wofür der Erker genutzt werden soll, sollte euch klar sein im Vorfeld um auch das Gewicht abschätzen zu können. Welche Verkabelung oder sogar Sanitäranlagen mit Rohren sollen in den Erker und wie verhalten sich diese beim Ein- und Ausziehen. Falls ihr es schnell und einfach wollt nehmt auf jeden Fall Abstand von komplizierten Kabelwegen o. Ä., außer euer Standort wechselt nicht oft. Insgesamt solltet ihr also genau wissen was wo hinkommen soll und wie es dimensioniert ist. Fertigt euch dazu sowohl ein 3D-Modell als auch eine Grundriss-Planung bei ausgefahrenem und eingefahrenem Erker, sodass ihr immer genau wisst wie viel Platz ihr wann zur Verfügung habt. Sowohl der allgemeine Aufbau, als auch der spätere Innenausbau, werden dadurch einfacher.



Die Raumplanung solltet ihr auf keinen Fall vernachlässigen. Wie das Bild zeigt gibt es fast keinen Durchgang mehr wenn der Erker nicht ausgefahren ist, wie also den geringen Platz nutzen? In unserem Fall sind das nur 40cm, hier sind also schmale Möbel, wie Regale, oder flexible Lösungen, wie Klapptische oder Klappbetten, gefragt, aber dazu später mehr. Da die ausziehbaren Erker naturgemäß niedriger sind als der Rest des Wagens solltet ihr genügend Fenster einplanen. Ein kleines Fenster reicht oft nicht aus um einem Erker genug Licht zu geben und ihr wollt euch ja wohlfühlen später.




Das Fahrgestell sollte besonders gut aufbereitet und verstärkt werden, achtet schon beim Kauf auf einen guten bis sehr guten Zustand. Unsere „normalen“ Wagen (ohne Erker) wiegen schon ca. 10 tonnen und jeder Erker wiegt nochmal mindestens eine bis zwei tonnen. Die grundlegenden Arbeiten am Fahrgestell sind essentiell wegen der hohen Kräfte die später beim Transport wirken, konsultiert also unbedingt einen Fachmann, Schmied etc.

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